Piazza am Erbdrostenhof

Auch in diesem Jahr hat die Piazza am Erbdrostenhof wieder viele Besucherinnen und Besucher verzaubert. An zwei spätsommerlichen Abenden am 5. und 6. September 2025 füllten mediterrane Lebensfreude, gute Gespräche und die „Canzoni ed Arie Italiane“ vom Balkon des Erbdrostenhofs den italienischsten Platz Münsters.

Die nächste Piazza findet am 4. und 5. September 2026 statt.

Bereits vor 21 Jahren wurde hier die „Lange Tafel“ erfunden und bis heute bleibt die Piazza ein liebgewonnenes Highlight im Salzstraßenviertel. Umgeben von der Schlaunschen Barockarchitektur entstand erneut eine besondere Atmosphäre, die uns noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Wir bedanken uns herzlich bei allen Gästen, Freundinnen und Freunden des Salzstraßenviertels sowie bei den Künstlerinnen und Künstlern des Theaters Münster, die diese Abende so besonders gemacht haben.

Ihr Verein Salzstraßenviertel e. V.

Hier finden Sie einige Impressionen der Piazza 2025:

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Wir danken unserem Sponsor Brillux für die großzügige Unterstützung der Piazza.

Künstlerin und Künstler 2025

Die südkoreanische Sopranistin Angela Park, mit bürgerlichem Namen Yeaseul Park, absolvierte ihr Grundstudium in ihrem Heimatland an der Sejong-Universität in Seoul bei Eunkyung Oh. In dieser Zeit sammelte sie erste Bühnenerfahrungen und sang unter anderem die Rolle der Susanna in Mozarts Le Nozze di Figaro.

Ab 2017 studierte sie an der Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar, wo sie ihren Masterabschluss im Fach Operngesang bei Marietta Zumbült erwarb. Darüber hinaus nahm sie an mehreren Meisterkursen teil, unter anderem bei Edith Mathis und Éva Marton. Während ihres Studiums übernahm sie auch die Partie der Königin der Nacht in Mozarts Die Zauberflöte.

Nach dem Masterstudium zog sie nach Österreich, um ein postgraduales Aufbaustudium im Fach Gesang an der Universität Mozarteum Salzburg bei Barbara Bonney und Elisabeth Wilke zu absolvieren. Derzeit absolviert sie ein Zertifikatsstudienjahr an der Musikhochschule Münster unter der Leitung von Annette Koch. Im Rahmen ihres Studiums in Münster nahm sie auch an einem Meisterkurs mit Eleonore Marguerre teil. Anschließend besuchte sie einen Meisterkurs bei Mariella Devia.

Im Jahr 2016 gewann sie den 1. Preis beim Wettbewerb des Seoul Orchestra und erhielt 2021 den 3. Preis beim Internationalen Anton Rubinstein Wettbewerb.

Seit der Spielzeit 2023/24 ist Angela Park Mitglied des Opernstudios am Theater Münster. Im Dezember 2023 gab sie ihr Debüt als Cover der Astarte in Der Schmied von Gent von Franz Schreker. 2024 trat sie in der Produktion Stanotte o mai – Die große Operngala auf und übernahm die Rolle der Sasja in der Uraufführung von Sasja und das Reich jenseits des Meeres von Gordon Kampe am Theater Münster. Anschließend gab sie ihr Debüt als Musetta in La Bohème.

Die Mezzosopranistin Judith Gennrich studierte Gesang an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz bei Prof. Claudia Eder. Nach Ihrem Studium wurde sie für das Junge Ensemble der Bayerischen Staatsoper nach München engagiert. Sie arbeitete mit Dirigenten wie Zubin Mehta, Jun Märkl und Ivor Bolton zusammen.

Als Ensemblemitglied am Theater Münster konnte Judith Gennrich große Erfolge in vielen Partien ihres Faches feiern. Ihre wichtigsten Rollen waren; Muse/Nicklausse, Octavian, Rinaldo, Cenerentola, Sesto, Cherubino, Donna Elvira, Fenena, Suzuki, Beatrice, Pericole und Montezuma (Rihm). Ihrem Stammhaus ist sie bis heute regelmäßig als Gast verpflichtet.

Eine weitere Zusammenarbeit verbindet Judith Gennrich mit dem Staatstheater Wiesbaden. In Richard Wagners „Der Ring der Nibelungen“ am Landestheater Niederbayern war Judith 2022 und 2023 als Fricka in der „Walküre“ und als Waltraute in der „Götterdämmerung“ zu hören.

Neben dem klassischen Repertoire begleitete sie auch die moderne Oper. So war Judith Gennrich in der Uraufführung von Hans Werner Henzes „Das Urteil der Kalliope“ am Theater Gießen zu hören, sang in Opern von Leoš Janáček, Alban Berg, Luciano Berio, Camille Kerger und wirkte beim internationalen Kompositionswettbewerb „teatro minimo“ für moderne Oper der Bayerischen Staatsoper und der Oper Zürich mit. Als Montezuma in Wolfgang Rihms „Die Eroberung von Mexico“ erhielt sie für ihre Interpretation eine große Anerkennung von Publikum und Fachpresse.

Weitere Gastengagements führten sie unter anderem an das Staatstheater Darmstadt, die Volksoper Wien (Cherubino), das Opernhaus Zürich, die Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf (Rosina) und an die Bayerische Staatsoper (Hänsel). In verschiedenen Produktionen war Judith Gennrich an der Reisopera in Enschede/Holland zu erleben. Mit Jan Willem de Vriend und dem Combattimento Consort Amsterdam sang sie dort z. B. die Partie der Costanza in „L´isola disabitata“ von Haydn.

Auf dem Konzertpodium war Judith Gennrich zu Gast bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen. Sie sang als Solistin bei der modernen Erstaufführung des Oratoriums „Petrus und Magdalena“ und „Miserere“ von Johann Adolf Hasse unter der Leitung von Michael Hofstetter. Judith Gennrich interpretierte Orchesterlieder wie Mahlers Liederzyklus „Lieder eines fahrenden Gesellen“ mit der Neuen Elblandphilharmonie oder „Shéhérazade“ von Maurice Ravel mit dem Sinfonieorchester Münster.

Mit Ihrer Duo-Partnerin Rita Herzog und Dr. Werner Marihart (beide Klavier) erarbeitet Judith Gennrich auch unbekanntes Liedrepertoire. Einen bemerkenswerten Liederabend, mit Liedern und Texten von Johanna Kinkel, produzierte sie mit dem Deutschlandradio Kultur und dem WDR Musikfest Nordrhein Westfahlen. Eine CD-Einspielung mit Liedern für Mezzosopran und Gitarre von dem zeitgenössischen Komponisten Burkhardt Söll ist bei BLOOMLINE erschienen. Zum 60. Todestag des Komponisten Joseph Marx gestaltete die Künstlerin im September 2024 einen Liederabend im Bösendorfer Salon in Wien.

Der Tenor Youn-Seong Shim studierte in Korea und setzte anschließend in Trossingen und Stuttgart (Opernstudio) sein Studium (Gesang, Alte Musik, Oper) fort.

Er erhielt den 1. Preis beim Internationalen Gesangswettbewerb der Festspielstadt Passau und den 1. Preis beim Internationalen Gesangswettbewerb Grandi Voci in Salzburg. Er hat mit Dirigentenpersönlichkeiten wie Prof M. Steidler (Budweis, Passau, München), Jörg-Peter Weigle (Philharmonie Berlin), Gustav Kuhn (Bolzano, Trento, Pisa), Ariel Zuckermann (Audi Sommerkonzerte, Ingolstadt), Arie von Beek (43. Festival de la Chaise-Dieu und Festival de la Vezere), Jeanpierre Faber (Festspiele Europäische Wochen Passau), Attilio Cremonesi (Händel-Festspiele in Karlsruhe 2023) und Michael Schneider (Händel-Festspiele in Karlsruhe 2024) gearbeitet.

Als Oratoriensänger sang er u.a. Haydns „Schöpfung“, „Stabat Mater“, Verdis Requiem, einige Bach-Kantaten, die Matthäus-Passion und das Weihnachtsoratorium.

Von 2011 bis 2022 trat er neben seinem Festengagement in Münster als Gast an den Staatstheatern Stuttgart, Mainz, Meinigen, Augsburg, Koblenz, Rostock und Pforzheim auf.

Er spielte Alfredo (La Traviata), Romeo, Rodolfo (La Bohème), Conte (Il Barbiere di Seviglia), Narraboth, Tamino, Ferrando, Don Ottavio, Belmonte, Fenton (Falstaff), Oronte (Alcina) und Tom (Rake’s Progress).

Gregor Hanke wurde 1990 in Frankfurt/Main geboren. Er studierte Komposition, Orgel und Dirigieren an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und war bis Ende 2024 als Solorepetitor mit Dirigierverpflichtung an der Volksoper Wien tätig. Seit Beginn dieses Jahres arbeitet er als Studienleiter am Theater Münster.

Prägende Impulse erhielt er durch die Zusammenarbeit mit Dirigent*innen wie Marin Alsop, Teodor Currentzis, Omer Meir Wellber oder Alexander Joel. Er arbeitete als Repetitor am Theater an der Wien, bei den Salzburger Festspielen und den Bayreuther Festspielen. Regelmäßig begleitet er internationale Gesangswettbewerbe und Meisterkurse und ergänzte seine Erfahrungen durch eine zweijährige Anstellung als Senior Lecturer für Solokorrepetition am Institut für Gesang und Musiktheater der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien.

Programm 2025

19.30 Uhr
„Luci e sorrisi – Licht und Lächeln“

Vincenzo Bellini
La Sonnambula: „Care compagne“ Angela Park

Benedetto Marcello
„Il mio bel foco“ | „Quella fiamma che m‘accende“ Judith Gennrich

Giuseppe Verdi
La Traviata: „Lunge da lei“ Youn-Seong Shim

Giuseppe Verdi
Don Carlo: „Nei giardin del bello“ Angela Park, Judith Gennrich

Ruggero Leoncavallo
Pagliacci: „O colombina“ Youn-Seong Shim

Gioachino Rossini
La fioraia fiorentina Angela Park

Gaetano Donizetti
L‘elisir d‘amore: „La, la, la…“ | „Esulti pur la barbara“
Youn-Seong Shim, Angela Park

20.30 Uhr
„Anime in tempesta – Seelen im Sturm“

Francesco Cilea
L‘Arlesiana: „La solita soria“ Judith Gennrich

Adriana Lecouvreur: „Acerba voluttà“ Judith Gennrich

Giuseppe Verdi
Rigoletto: „Caro nome“ Angela Park

Giuseppe Verdi
6 Romanze: V. Perduta ho la pace Judith Gennrich

Gaetano Donizetti
L‘Elisir d‘amore: „Una furtiva lagrima“ Youn-Seong Shim

Vincenzo Bellini
I Capuleti e i Montecchi: „Vieni, ah! vieni e in me riposa?“
Duett Romeo | Giulietta – Judith Gennrich, Angela Park

21.30 Uhr
„Splendore e passione – Glanz und Leidenschaft“

Georg Friedrich Händel
Serse: „Frondi tenere“ | „Ombra mai fu“ Judith Gennrich

Gioachino Rossini
Il turco in italia: „Non si da follia maggiore“ Angela Park

Giacomo Puccini
Tosca: „E lucevan le stelle“ Youn-Seong Shim

Vincenzo Bellini
I Capuleti e i Montecchi: „Se Romeo t‘uccise“ Judith Gennrich

Giacomo Puccini
La Bohème: „Quando me‘n vo“ Angela Park

Giuseppe Verdi
La Traviata: „Un di, felice, eterea“ Youn-Seong Shim, Angela Park
La Traviata: „Libiamo“ Youn-Seong Shim, Angela Park, Judith Gennrich

Piazza Bewirtung

Impressionen